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Das Immunsystem stärken


Obwohl die Temperaturen im September noch sommerlich warm waren, kommt der nächste Winter ganz bestimmt. Um möglichst beschwerdefrei über die kalte Jahreszeit zu kommen, kann man schon jetzt z.B. für die Stärkung des Immunsystems sorgen.


Erstes Mittel der Wahl ist es, draußen möglichst viel frische Luft zu tanken! Denn Heizungsluft reizt die Schleimhäute unserer Atemwege und trocknet sie aus. Durch den fehlenden Sekretfluss werden aber Krankheitserreger nicht ausgespült und der nächste Schnupfen kommt bestimmt. Außerdem nimmt der Körper durch Bewegung mehr Sauerstoff auf und die Durchblutung wird verbessert. Dadurch hebt sich nicht nur die Stimmung, auch die Konzentrationsfähigkeit wird gesteigert und Stress und Anspannung werden abgebaut. Dabei sind Ausdauersportarten wie z. B. Joggen, Spazierengehen oder Radfahren besonders wirkungsvoll. Auch fördert Bewegung die Verdauung, so dass Verstopfungen und Verdauungsproblemen entgegen gewirkt wird. Dies wird durch den Verzehr von nahrungsfaserreichen Lebensmitteln wie frisches Obst und Gemüse unterstützt, die darüber hinaus zahlreiche Vitamine und Spurenelemente enthalten und somit auch einen positiven Einfluss auf das Immunsystem haben. Besonders Vitamin C und Zink schützen vor grippalen Infekten.


Vitamin C schützt den Körper z. B. vor freien Radikalen und stärkt so die Abwehrkräfte. Es ist in zahlreichen Lebensmitteln enthalten, wie Kartoffeln, Petersilie, Kohl, Äpfeln oder Zitrusfrüchten. Da im Winter ein erhöhter Bedarf an Vitamin C besteht, können Präparate aus der Apotheke unterstützend eingenommen werden. Vorteil: Durch die Retard-Wirkung wird das Vitamin C langsam, über den Tag verteilt, an den Organismus abgegeben.


Das lebensnotwendige Zink fördert die Abwehrkräfte besonders in Form von organischen Zink-verbindungen, da diese vom Körper besser resorbiert werden als anorganische Zinkverbindun-gen. Das Spurenelement wird wie auch Vitamin C nicht vom Körper selber produziert sondern muss auch mit der Nahrung aufgenommen werden. Besonders Zink-haltige Lebensmittel sind Rind- und Schweinefleisch, Vollkorn- und Milchprodukte sowie Nüsse. Auch hier gibt es unter-stützende Präparate in der Apotheke, der Einfachheit halber kombiniert mit Vitamin C.


Apropos Schweinefleisch: Eine kleine Anmerkung zum Beitrag vom letzten Monat, der sich unter anderem mit der radioaktiven Belastung von Wildschweinfleisch beschäftigt hat. Höher belastet ist in der Regel Fleisch aus Süddeutschland und Südosteuropa, so dass Sie heimisches Wild-schweinfleisch bedenkenlos kaufen können!

 

von Hendrik Müller