Countdown für den Schulstart
Noch gehen die meisten von ihnen in den Kindergarten. Doch nach den Sommerferien werden
rund 700.000 Jungen und Mädchen in Deutschland mit Schultüte und Ranzen ihren ersten Weg in
die Schule antreten. Noch bleiben den Eltern einige Wochen Zeit, ihre zukünftigen Erstklässler in Ruhe
darauf vorzubereiten.
Lust auf Schule machen
Motivierte und fröhliche Kinder lernen leichter. Sprüche wie „Da wirst du dich noch umsehen!“ oder „Bald beginnt der Ernst des Lebens.“ sind da völlig fehl am Platze, weil sie Angst machen und die Aufgeschlossenheit und die Erwartungen der Kinder lähmen. Schulanfänger brauchen keine Ermahnungen, sondern Ermunterungen! Eltern sollten deshalb ihre Kinder in ihrer Vorfreude auf die neue und spannende Lebensphase bestärken und ihre natürliche Lust aufs Lernen fördern.
Selbstvertrauen stärken
Mit dem Wechsel in die Schule ändert sich der Alltag für die Kinder
erheblich. Stand bisher das Spielen im Vordergrund, müssen sie
jetzt lernen, feste Tagesabläufe einzuhalten, im Unterricht still zu
sitzen, sich zu melden und nicht einfach draufl os zu reden. Für
manchen Erstklässler ist das eine ganz schöne Herausforderung.
Am leichtesten haben es Kinder, die schon im Vorfeld gelernt
haben, selbstständig kleine Aufgaben, z.B. das Tischdecken und
-abräumen, zu übernehmen. Das stärkt ihr Selbstvertrauen und
gibt ihnen Mut, neue Dinge auszuprobieren.
Ranzen sorgfältig auswählen
Der Schulranzen sollte leicht und rückenschonend sein und
leer nicht mehr als ein Kilo wiegen. Breite, etwas abgepolsterte
und verstellbare Schulterriemen sowie ein integrierter Hüftgurt
verteilen das Gewicht gleichmäßig auf das Becken. Das
Rückenteil sollte ergonomisch geformt sein und eng anliegen.
Auffällige, refl ektierende Materialien erhöhen die Sicherheit im
Straßenverkehr. Auf der sicheren Seite sind Eltern, wenn der
Ranzen die DIN-Norm (Nr. 58124) erfüllt. Das Siegel erhalten
nur Taschen, die einen umfassenden Test bestanden haben.
Schulweg üben
Auf den Schulweg bereiten Eltern ihre Kinder am besten vor,
indem sie eine feste Route aussuchen und diese mit ihnen
trainieren. Die kürzeste Strecke ist häufi g nicht die sicherste!
Auf einem sicheren Weg überqueren die Kinder möglichst
wenige Straßen und Ausfahrten. Außerdem müssen sie lernen,
dass sie an Zebrastreifen und auch bei grünen Ampeln immer
nach links und rechts schauen und darauf achten, dass die
Autos auch wirklich anhalten. Da Verkehrsverhältnisse und
Verkehrsaufkommen im Tagesverlauf oft sehr unterschiedlich
sind, sollte der Schulweg am besten unter realen Bedingungen geübt werden, also zu den Zeiten, zu denen das Kind sich später
dann auch tatsächlich auf den Weg macht. Häufig wollen die
Kleinen schon nach kürzester Zeit den Weg allein absolvieren.
Eltern, die ihrem Erstklässler noch nicht ganz „über den Weg
trauen“, sollten ihn einige Tage lang zwar allein aus dem Haus
gehen lassen, ihm dann aber mit etwas Abstand folgen.
Frühstück zum Ritual machen
Das Beste für einen guten Start in den Schultag und für konzentriertes
Lernen ist ein richtiges Frühstück – möglichst gemeinsam
mit den Eltern. Falls das bisher in der Familie nicht üblich
war, können die Eltern die kommenden Wochen dazu nutzen,
ihren Nachwuchs an das Frühstück als festen Tagespunkt zu
gewöhnen. Bei Kindern, die morgens trotz guten Zuredens
partout nichts essen wollen, sollte man jedoch auf Zwang verzichten,
aber in jedem Fall dafür sorgen, dass sie wenigstens
ein Glas Milch oder Fruchtsaft trinken und dann für die erste
Pause eine gesunde Zwischenmahlzeit dabei haben.
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