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Keine Chance für Sonnenbrand


Egal ob im Urlaub an der Nordsee, beim Wandern in den Alpen oder auf dem heimischen Balkon:
Im Sommer sollten Sie Ihre Haut konsequent vor Sonnenbrand schützen.

Hochwertige Sonnenschutzprodukte können vor den gefährlichen Nebenwirkungen der Sonne schützen.
Ihr Apotheker Michael Resch

Sonnenstrahlen schmeicheln der Seele, denn Sonnenlicht fördert die Produktion des Glückshormons Serotonin und damit die seelische Ausgeglichenheit. Gleichzeitig regt die Strahlung Kreislauf und Stoffwechsel an und sorgt für die Bildung von Vitamin D, wichtig für den Knochenaufbau und das Immunsystem. Gründe genug, die sonnenreichen Sommermonate
zu genießen – aber bitte mit Vorsicht! Denn Sonnenstrahlen, genauer gesagt die ultravioletten Strahlen, können unserer Haut erheblichen Schaden zufügen. Obwohl man sie nicht sieht,
sind UV-Strahlen nämlich besonders energiereich. Ist die Sonnendosis zu hoch, droht Sonnenbrand.

Schmerzhafter Schaden

Ein Sonnenbrand ist eine entzündliche, schmerzhafte Verbrennungsreaktion, nachdem UV-Strahlen in die Haut eingedrungen sind und die Zellen geschädigt haben. In der Folge pumpt der Körper
mehr Blut in die betroffenen Bereiche, um die Schäden zu beheben. So entsteht die typische Rotfärbung der Haut. Sind die Schädigungen zu stark und können nicht mehr repariert werden, sterben die betroffenen Zellen ab – die Haut pellt sich.
Da Sonnenbrand nicht nur schmerzt, sondern auch die Entstehung von Hautkrebs begünstigt und die Haut frühzeitig altern lässt, sollte er unbedingt vermieden werden. Frischluftfans und
Urlauber, die sich bevorzugt im Schatten aufhalten, sind auf der gesunden Seite. Wichtig ist es vor allem, die pralle Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr grundsätzlich zu meiden. Auch
UV-dichte Kleidung und eine Kopfbedeckung halten die schädigenden Strahlen auf Distanz.

Sonnenschutz nach Maß

Unerlässlich sind darüber hinaus auch hochwertige, hauttypgerechte Sonnenschutzmittel
mit ausreichend hohen Lichtschutzfaktoren. Welche Creme oder Lotion die richtige ist, hängt ganz
wesentlich von der individuellen Eigenschutzzeit der Haut ab. Sie beträgt beim sehr empfindlichen Hauttyp 1 nur drei bis zehn Minuten. Menschen mit Hauttyp 2 können bis zu 20 Minuten, Menschen mit Hauttyp 3 bis zu einer halben Stunde ungeschützt in der Sonne bleiben, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Am unempfindlichsten reagieren Menschen mit Hauttyp 4, sie bekommen erst nach etwa 40 Minuten Sonnenbrand. Grundsätzlich gilt: Je empfindlicher die Haut,
umso höher muss der ausgewählte Lichtschutzfaktor sein.
Doch nicht nur vom Hauttyp, sondern auch von anderen Faktoren hängt die Wahl des richtigen Schutzfaktors ab:

  • Kinder brauchen grundsätzlich einen extra-hohen Schutz. Sonnenbrände in der Kindheit sind besonders gefährlich.
  • Je näher Reisende dem Äquator oder je höher sie ins Gebirge kommen, umso
    höher muss der Lichtschutzfaktor sein.
  • Wer im Freien Sport treibt und dabei stark ins Schwitzen kommt, sollte immer zu einem höheren Lichtschutzfaktor greifen, idealerweise zu einem wasserfesten Mittel.
  • Die empfindlichen „Sonnenterrassen“ wie Stirn, Nase, Schultern, Fußrücken und natürlich eine Glatze brauchen einen höheren Sonnenschutz als der restliche Körper.

 

Das hilft im Ernstfall

Verbrannte Körperstellen möglichst umgehend und ausreichend lange, also ein bis zwei Stunden, kühlen, z.B. mit feuchten Umschlägen. Gegen Rötungen und Brennen helfen kühlende, antiallergische Gele. Bei ausgeprägterem Sonnenbrand können Cremes mit Hydrocortison zum Einsatz kommen. Um die Beschwerden zu lindern, können auch Schmerztabletten helfen, beispielsweise Paracetamol oder Acetylsalicylsäure kombiniert mit Vitamin C. Wirft die verbrannte Haut Blasen, ist der Arztbesuch unumgänglich. Ganz wichtig: Viel trinken und die Sonne in
der nächsten Zeit konsequent meiden!

Wer ein paar Regeln beherzigt, kann die Sonne genießen, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren.