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Im Urlaub gesund bleiben!

Krank im Urlaub? Das ist ärgerlich. Gut, wenn Globetrotter im Ernstfall die richtigen Medikamente im Koffer haben und ausreichend krankenversichert sind.


Magen-Darm-Erkrankung, Erkältung, Sonnenbrand – nicht wenige Menschen werden im Urlaub krank.
Wer sich in dieser Situation auch noch auf die Suche nach Medikamenten machen muss, steht oft vor ungeahnten Hindernissen. Apotheken sind im Ausland nicht immer leicht zu finden. Außerdem kann es sein, dass für uns gängige Mittel in anderen Ländern gar nicht frei verkauft werden.

Arzneimittel im Gepäck
Auch das sprachliche Problem ist nicht zu unterschätzen: Gewohnte Medikamente haben im Ausland oft einen anderen Namen als in Deutschland – und der fremdsprachige Beipackzettel verwirrt häufig mehr als er hilft. Wer seine eigene Reiseapotheke dabei hat, spart deshalb Zeit und Nerven.

Zur Grundausstattung gehören:

  • Pflaster, Verbandsmaterial, Einmalhandschuhe
  • Wunddesinfektionsmittel
  • Fieberthermometer, Schere, Pinzette
  • Schmerz- und Fiebermittel
  • Mittel gegen grippale Infekte wie Nasentropfen, Hustenlöser und -stiller, Mittel gegen Halsschmerzen
  • Medikamente gegen Reisekrankheit und Durchfall
  • Abführmittel
  • Mittel gegen Insektenstiche
  • Brand- und Wundheilsalbe
  • Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden müssen, in ausreichender Menge

Chronisch kranke Menschen sollten am besten vor dem Urlaub einen Termin Termin beim Hausarzt vereinbaren und mit ihm über ihre Reisepläne sprechen.

Im Urlaub zum Arzt
Wichtig ist es bei Auslandsreisen außerdem, rechtzeitig vor Abreise für den richtigen Krankenversicherungsschutz zu sorgen. Denn schnell kann es passieren, dass unterwegs doch ein Arztbesuch oder gar ein Krankenhausaufenthalt notwendig werden. Wer da nicht richtig vorgesorgt hat, kann leicht in fi nanzielle Bedrängnis geraten.

Grundsätzlich gilt:
In Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und beispielsweise der Schweiz können Urlauber mit der europäischen Krankenversicherungskarte direkt zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen. Mit einigen anderen Staaten, wie der Türkei und Tunesien, gibt es Sozialversicherungsabkommen.
Dort gilt der Auslandskrankenschein. Wer in diesen Ländern, in einem EWRStaat oder der Schweiz erkrankt,
hat Anspruch auf die Leistungen, die das Sozialsystem des jeweiligen Landes vorsieht.
Da das deutsche Gesundheitswesen zu den besten Europas gehört, ist der Versicherungsschutz in vielen anderen Ländern allerdings zwangsläufig schlechter.

Krankheit kann teuer werden
Durchaus möglich, dass einzelne Ärzte oder Kliniken nicht über die europäische Krankenversicherungskarte oder den Auslandskrankenschein abrechnen. Patienten erhalten dann eine Privatrechnung, die nicht voll von der deutschen Krankenkasse übernommen wird. Noch teurer kann es werden, wenn Urlauber in einem Land ohne Sozialversicherungsabkommen krank werden. Dann bleiben sie schlimmstenfalls auf sämtlichen Kosten sitzen.  Auch dürfen die deutschen Kassen generell nicht für die Kosten eines Rücktransports nach Deutschland aufkommen.

Aus all diesen Gründen gilt:
Die Auslandsreise-Krankenversicherung ist für jeden Reisenden ein Muss. Die meisten Kassen bieten ihren Versicherten mittlerweile günstige Zusatzversicherungen an, die häufig um die zehn Euro jährlich kosten. Für Familien gibt es häufig spezielle Angebote.

Foto: Model-Foto: ©Colourbox.de

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